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Wichtige Voraussetzung ist, dass Dach und Keller gut isoliert sind. Früher lagerte man zu diesem Zweck Heu und Stroh auf dem Dachboden. Heute gibt es moderne Dämmstoffe, die für niedrige Heizkosten sorgen. Auch Fenster und Türen sollten gut abgedichtet sein. Einfach verglaste Fensterscheiben können mit einer durchsichtigen Isolierfolie beklebt werden. Langfristig lohnt es sich aber, solche Scheiben durch Doppelglas zu ersetzen. Dadurch verringert sich der Wärmeverlust etwa um die Hälfte.
Undichte Fensterrahmen lassen sich mit selbstklebenden, elastischen Dichtungsbändern nachrüsten. Ideal sind Bänder aus Gummi. Sie weisen Wasser ab und halten länger als Schaumstoffbänder. Auf die gleiche Art werden auch Türrahmen abgedichtet. Darüber hinaus kann man an der unteren Kante eine Dichtungsbürste oder -schiene anbringen. Einfach, wirkungsvoll und vergleichsweise preiswert ist es, wenn man eine alte Wolldecke zusammenrollt und vor die Tür bzw. auf die Fensterbank legt. Rollläden, die an der Außenwand des Hauses vor Türen und Fenstern angebracht sind, isolieren ebenfalls sehr gut.

Wichtig ist natürlich auch das richtige Heizen. Die ideale Temperatur für die Wohnung beträgt 19 bis 22 Grad. Die Heizkosten bleiben niedrig, wenn die Raumtemperatur möglichst konstant ist. Also: Die Heizung an kalten Tagen nicht zu stark herunter drehen, wenn man morgens zur Arbeit fährt. Denn dann muss der ausgekühlte Raum am Abend wieder völlig durchgeheizt werden - und das geht ans Portemonnaie.
Gleiches gilt für das Schlafzimmer, in dem die Temperatur meist niedriger ist. Hier sollte das Thermometer mindestens 15 Grad anzeigen. Sonst kühlen die Wände zu stark aus und die feuchte Raumluft kondensiert. Das Raumklima wird dann nasskalt. Grundsätzlich muss sich die Wärme in allen Zimmern schnell und ungehindert ausbreiten können. Deshalb keine Möbelstücke oder lange Vorhänge vor die Heizkörper stellen bzw. hängen.

Für niedrige Heizkosten sorgt auch das richtige Lüften. Wichtig dabei: Die Heizung immer zuerst runter drehen. Am besten ist es, wenn man für fünf bis zehn Minuten das Fenster weit öffnet und für Durchzug sorgt. Sind die Fenster nur gekippt und die Tür geschlossen, sollte man zwischen einer halben und einer Stunde lüften.
Wer darüber nachdenkt, eine neue Heizung einzubauen, sollte sich beim Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen oder bei den Verbraucherzentralen genauer informieren. Zum Beispiel ist es möglich, für diesen Zweck einen zinsgünstigen Kredit zu bekommen. Die Investition kann sich langfristig lohnen, wenn die Heizanlage älter als 15 Jahre ist oder pro Quadratmeter beheizter Fläche im Jahr mehr als 25 Liter Öl oder 25 Kubikmeter Gas verbraucht.

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